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Alle Jahre wieder… (Vor-)Weihnachtszeit gleich Trennungszeit

Weihnachten ist das Fest der Liebe. Das klingt nach dem wohligen Gefühl der Kindheit, Lichterglanz und Keksen, Feiertagen und Geschenken. Aber die Realität spricht oft eine andere Sprache. Gerade in der Vorweihnachtszeit ist das Ende von Beziehungen und Ehen so häufig wie sonst kaum.


Warum entscheiden sich so viele Paare gerade vor den Festtagen für eine Trennung? Warum werden nach Weihnachten so viele Scheidungen eingereicht?


Ganz einfach: Es sind oft nicht die Feiertage, die zur Belastungsprobe für die Beziehung werden. Es ist die Zeit vor Weihnachten. Weil das Fest diesmal das perfekte Fest sein soll. Am besten noch toller oder schöner oder inniger als im letzten Jahr. Die Erwartungen sind hoch. Hinzu kommt der Stress mit den Weihnachtsfeiern, den Geschenken und nicht zuletzt der Planung. Oft sind die Erwartungen nicht nur hoch, sondern auch unterschiedlich. Gehen wir zu Deinen oder zu meinen Eltern? Laden wir Deinen Bruder mit seiner komischen neuen Freundin auch ein? All das führt zu Beziehungsstress. Zusätzlich stehen in dieser Zeit viele beruflich unter Jahresendstress. Da sind Differenzen und Streitereien quasi vorprogrammiert.


Doch was nützt es, Gründe und Erklärungen für Beziehungskrisen und Ehekrach zu suchen? Viel sinnvoller ist es, sich so zu verhalten, dass der Streß minimiert wird. Mögliche Konflikte können im Vorfeld erkannt und ausgeschlossen oder zumindest begrenzt werden.


Für manche kann allein die Vorstellung, dass man die Familie und Verwandtschaft des Partners trifft, Stress auslösen. Manchmal sogar zu Streit führen. Deshalb ist es für viele Beziehungen ratsam, das Weihnachtsfest nicht im Kreise der Familie zu verbringen. Ein gemeinsamer Urlaub kann für die Liebe die Rettung sein. Zum Beispiel in einer romantischen Almhütte vor dem offenen Kamin.


Wenn man Kinder hat, kommen natürlich noch andere Faktoren hinzu. Aber muss es an Heiligabend das 5-Gänge-Menü sein? Und müssen die Großeltern und andere Verwandte schon an diesem Abend anwesend sein? Vor allem wenn schon die Vorbereitung auf den Abend so stresst, dass sie die Vorfreude trübt. Warum kann die Kernfamilie diesen Abend nicht alleine verbringen? Mit einem einfachen Essen. das schon am Vortag vorbereitet werden kann. Dafür wird der Abend mit Spielen, Lachen, dem Auspacken von Geschenken und einfach Freude am Beisammensein verbracht. Die gewonnene Zeit kann auch mit einem Besuch der Christmette und einem Spaziergang genutzt werden.


Und auch die Weihnachtsfeiertage können entspannt werden. Viele Großeltern freuen sich, wenn die Familie zu ihnen kommt. So kann man am Morgen nach Heiligabend ausschlafen. Oder man hat Zeit zum Kuscheln. Viele Restaurants haben an diesem Tag auch wieder geöffnet. Warum nicht einfach Essen gehen und sich verwöhnen lassen?


Letzten Endes ist der wichtigste Faktor, um Beziehungskrisen in der Vorweihnachtszeit zu vermeiden, die Gelassenheit. Mit dem Partner sprechen. Herausfinden, was dem jeweiligen Partner wirklich wichtig ist. Und alles Unnötige einfach ausfallen lassen. So lässt sich Festtagsstress vermeiden und es werden Prioritäten gesetzt. Dann kann Weihnachten zu dem werden, was es sein soll: Das Fest der Liebe.

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