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Coronakrise – Beziehungskrise

Die Coronakrise wird für viele Paare zur Beziehungskrise. 24 Stunden am Tag miteinander verbringen, mehr und länger als sonst – und keiner weiß, für wie lange. Dazu kommt das Home-Office mit Stress, Telefongesprächen und oft sogar Conference Calls. Das bedeutet Konfliktpotenzial rund um die Uhr.


Stress, Ärger und auch Ängste der Corona-Isolation


Eine gut funktionierende Partnerschaft ist wie ein Garten. Sie braucht Pflege und Zeit. Diese ist im Moment zwar vorhanden, aber unter verschärften Bedingungen. Der Sonntag im Pyjama ist eine reizvolle und willkommene Abwechselung zum Alltag. Jeden Tag Pyjama wird jedoch schnell unsexy. Kein Büro, keine Kunden, keine Arbeit außer Haus. Viele verleitet es dazu, sich gehen zu lassen und schlecht zu benehmen. Da verbirgt sich eine große Gefahr.


Gerade Erfolgs- und Führungspersönlichkeiten vermissen auch Ihr Training im Fitness-Studio. Dort konnten Sie Stress und Aggressionen abbauen. Die körperliche Anspannung war ein guter Ausgleich zur psychischen Belastung. Das fällt jetzt auch weg und hat natürlich entsprechende Folgen.

Wenn jetzt noch Ängste vor der Erkrankung Corona hinzukommen, wird die Situation für manche unerträglich.

Dem gilt es aktiv entgegenzutreten.


Wichtig ist jetzt wertschätzender und höflicher Umgang miteinander.


Oft gehen wir mit unserem Partner liebloser um als mit Arbeitskollegen. Das darf nicht sein! Diese Zeit besser nutzen, um noch liebevoller und aufmerksamer miteinander umzugehen. Bei Gelegenheit „Bitte“ und „Danke“ zu sagen so oft wie nur möglich nutzen.


Offene Kommunikation über das eigene Befinden.


Gerade Frauen meinen oft, der Partner müsse es doch spüren, „wie ich fühle“. Männer hingegen wollen gerade bei Stress eher in Ruhe gelassen werden. Hier gilt es einen Weg zu finden, der beiden gerecht wird. Zum Beispiel täglich eine abendliche Reflektionsstunde einführen. Jeder erzählt, wie und was er den Tag über empfunden hat. Das ist interessant, selbst wenn man den Tag miteinander verbracht hat.


Klare Absprachen und Arbeitseinteilung


Jetzt ist es wichtiger denn je sich abzustimmen. Wer benutzt wann Arbeits- bzw. Wohnzimmer? Wer wäscht? Wer kocht? Jetzt ist ein passender Zeitpunkt, um neue Rituale einzuführen. Abwechselnd kocht beispielsweise jeder mal ein völlig neues Gericht mit Gewürzen und Zutaten, die es bis dato in der Küche nicht gab. Heute im Internetzeitalter hat jedermann Zugriff auf eine Fülle von Rezepten. Einfach mal den Partner überraschen.


Am allerwichtigsten ist es also aufeinander einzugehen und die Krise dafür zu nutzen, die Beziehung weiterzuentwickeln. Oder festzustellen, dass man eben nur in guten Zeiten zueinander passt, aber als Paar Krisen nicht meistern kann.


Es ist ein unschätzbarer Gewinn für die Zukunft, auszumachen, ob noch ausreichend gegenseitige Liebe und Zuneigung besteht. So kann man entscheiden, ob es Sinn ergibt, Zeit und Energie in die Beziehung zu investieren. Oder eben nicht.

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