die 5 Phasen der Liebe

Die 5 Phasen der Liebe, die Du unbedingt kennen musst!

Ja, jede Beziehung ist einzigartig und anders. Das Interessante ist: Es gibt ein Muster für die sich sich ständig verändernden Prozesse. Sie geschehen in der einen Partnerschaft langsamer und in der anderen schneller. Jede Liebe durchläuft diese Prozesse, wenn beide Partner sich der Herausforderung stellen. Das wird in unserer schnelllebigen Zeit immer seltener. Schade, denn die letzte Phase ist die wirklich erfüllende, die uns näher zu uns selbst bringt. Denn dort beginnt das zwischen zwei Menschen, nach dem wir uns alle sehnen: Einzigartigkeit.

Mindestens die erste kennen alle Menschen. Viele Frauen glauben gleich am Anfang des Verliebtseins, den Mann fürs Leben oder sogar ihren Seelenpartner gefunden zu haben. Jedoch nur wer die fünfte Phase erreicht, hat die Chance, eine auf allen Ebenen erfüllende Partnerschaft zu leben.

Viele vergessen, dass wir zwischen Verliebtsein und Liebe unterscheiden müssen. So sehr wir das Gefühl der ersten Verliebtheit, die Aufregung, das Neue, auch genießen, das Fundament für eine glückliche und lebenslange Beziehung wird erst in den kommenden vier Phasen gelegt. Dort erreicht sie neue, tiefe und vertraute Ebenen.

1. Die große Verliebtheitsphase oder die „rosarote Brille“

Alles beginnt mit der Verliebtheitsphase. Man trägt die sogenannte „rosarote Brille“, hat „Schmetterlinge im Bauch“ und schwebt „auf Wolke sieben“. Blind vor Liebe erscheint uns der Partner in dieser Phase fast vollkommen. Wir übersehen die kleinen Fehler, Macken und oft auch große Schatten. Wir sind im wahrsten Sinne des Wortes „blind vor Liebe“.

Er ist genau der Richtige und wir können das nächste Treffen kaum erwarten. Gerade Frauen schenken in dieser Phase oft zuviel Zeit und Aufmerksamkeit.

Diese Phase dauert drei Monate bis eineinhalb Jahre und ist entscheidend für die spätere Stabilität der Partnerschaft. Mann und Frau wachsen als Paar zusammen. Hier können noch Weichen gestellt werden, sodass manchmal Freunde und Verwandte sagen, „das hätte ich ihm nie zugetraut“ oder dass die erste Frau sich wundert, was er in der zweiten Ehe zu tun bereit ist. Als Stichworte sind zu nennen: „Hilfe in Haushalt und Erziehung, Musik, Kleidung…“. Sobald wir Phase zwei erreichen, wird in der Regel keine tiefgreifende Veränderung des eigenen Verhaltens mehr vorgenommen.

Auf jeden Fall und in jeder Beziehung geht diese erste Phase vorbei. Schade dass immer mehr Paare hier aussteigen. Sie werden niemals erfahren, welches Potenzial und welche wahre Qualität diese Beziehung gehabt hätte.

Das liegt sicher auch an den unrealistischen Erwartungen, was Partnerschaft bedeutet, und an dem Bild, das die Medien uns heute vermitteln. In Liebesfilmen sehen wir nur diese Phase.

Deshalb kann man irritiert und enttäuscht sein, wenn die Schmetterlinge im Bauch langsam verschwinden. Aber das hat einen guten Grund. Es warten weitere noch unbekannte Erfahrungen, die uns bereichern.

2. Das Verliebtheitsgefühl schwindet und die „rosarote Brille“ zerbricht

In dieser Phase erkennen wir plötzlich Eigenschaften und Verhaltensmuster, die wir vorher an unserem Partner nicht gesehen haben. Der Puffer der ersten Verliebtheit und die „rosarote Brille“ verklären nicht mehr den Blick. Bewusst oder unbewusst bewerten wir das Verhalten des Partner jetzt strenger und entdecken immer mehr an ihm, was uns nicht gefällt.

Sobald sich das Verliebtheitsgefühl verflüchtigt, erkennen wir schrittweise immer mehr Unterschiede zwischen unserem Partner und uns. Manche Frau fragt sich sogar, wie sie sich so täuschen konnte. In diesem Moment sehen wir zwar noch das Verbindende, aber auch das Trennende und beginnen zu kritisieren.

Hier ist das Risiko einer schnellen Trennung hoch. Hier wird ernsthaft geprüft: Hat die Beziehung eine Zukunft? Ob man wirklich zusammenpasst, weiß man erst nach drei bis vier Jahren. Verliebtheit wird zu Liebe und es beginnt die wahre Beziehung. Vorher war es mehr oder weniger eine „längere Affäre“.

Die Beziehung hat nur Bestand, wenn beide akzeptieren, dass es die Schmetterlinge im Bauch nicht mehr geben wird. Die Aufgabe liegt darin, Kompromisse eingehen zu können und den Partner so zu akzeptieren, wie er ist. Mit seinen Fehlern und Macken. Manche glauben, dass es jetzt mit der Liebe vorbei sei, doch das Gegenteil ist der Fall: Erst wenn die Verliebtheitsphase vorbei ist, beginnt die wahre Liebe. Der Grund dafür ist, dass wir erst jetzt anfangen, uns gegenseitig so zu sehen, wir wir wirklich sind und damit auch die Einzigartigkeit im anderen entdecken.

3. Gegensätze werden bekämpft – Erziehungsversuche

Die dritte Beziehungsphase ist nicht leichter als die zweite. Man ist noch kein Team und verstrickt sich immer wieder in Macht-, Revier- und Konkurrenzkämpfe. Oft wird auch noch versucht, den Partner zu ändern. Zu spät. Fast nur in der ersten, der Verliebtheitsphase, sind Menschen bereit, neue Wege zu gehen.

Aber am Ende dieser Beziehungsphase, die höchstens ein paar Monate dauert, wartet die erste große Belohnung, etwas ganz Wunderbares und elementar Wichtiges: Wir können den Partner so akzeptieren, wie er ist. Und werden somit auch selbst ohne wenn und aber akzeptiert. Nicht nur mit unseren Stärken, sondern auch mit unseren Schwächen.

In Phase 4 folgen harmonische und ruhige Gewässer. Denn die folgt nur, wenn beide Partner bereit sind.

4. Das Du, Ich und Wir

Die Machtkämpfe sind vorbei und jeder setzt nun die Energie wieder für die eigene Persönlichkeitsentwicklung ein. Man weiß genau, wie der andere beschaffen ist und wie er „tickt“.

In dieser stabilen Beziehungsphase sieht man sich harmonisch als Paar, hat aber auch genug Raum für sich selbst, ohne dabei den Zusammenhalt aus dem Auge zu verlieren. Man versucht jetzt ein Gleichgewicht zwischen „Du“, „Ich“ und „Wir“ zu finden. In einer gesunden Partnerschaft ist es wichtig, dass jeder auch ein starkes „Ich“ entwickelt.

In dieser Beziehungsphase wird das Interesse am und die Liebe zum Partner auf einer völlig neuen Ebene entdeckt und man lernt viele versteckte Seiten seines Gegenübers neu kennen. In einer guten Beziehung fördern die Partner ihre individuelle Entwicklung gegenseitig – der Partner ist eigenständig, gehört aber trotzdem zu mir. Zuverlässig, immer und in jeder Situation.

5. Du bist mein Zuhause, meine tiefe innere unerschütterliche Liebe

Diese Phase, die fünfte und letzte Phase der Liebe, ist die schönste, tiefste und vertrauteste Beziehungsphase, die zwei Menschen jemals erreichen können. Wer es mit dem Partner bis hierher schafft, kann ohne Masken, Projektionen und Täuschungen von wahrer Liebe sprechen. Dieser wunderschöne Zustand einer reifen Beziehung wird heute nur noch selten erreicht.

Paare die diesen Punkt erreichen werden reichlich belohnt. Die Beziehung hat Höhen und Tiefen durchlebt, viel Schönes, Schweres und Krisen miteinder durchgestanden. Jahre sind vergangen, in denen man gekämpft, gesprochen, geschwiegen und verschiedene Seiten voneinander kennengelernt hat. Manchmal kennt einer den anderen besser als er sich selbst. Deshalb fühlt man sich von seinem Partner wirklich angenommen und Zuhause. Keiner ist mehr austauschbar.

Hier ist die einzigartige Liebe.

Ab hier wird jede Partnerschaft von eigenen individuellen Regeln geformt und gelebt.

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