Aufgedeckt: Die Krise der Populär-Esoteriker und anderer Zukunfts-Manifestierer in Corona-Zeiten

Heute schreibe ich zum Thema Corona. Natürlich hat das nicht direkt mit Partnerschaft zu tun. Aber der Blickwinkel, aus dem ich die Corona-Krise beleuchten werde, ist für eine glückliche Partnerschaft ebenso relevant wie für alle Bereiche unseres Lebens.

Während meiner vielfältigen Aus- und Fortbildungen habe ich die unterschiedlichsten Möglichkeiten zum Umgang mit Krisen kennengelernt.

Einige der bekanntesten möchte ich hier aus aktuellem Anlass einmal hinterfragen.

Und zwar die immer beliebter werdenden Strategien der Esoteriker, Schöpfergeister, Magier, Hexen und anderer Zukunfts-Manifestierer.

Sie haben es sich zum Auftrag gemacht, die Zukunft bewusst zu kreieren.

Da habe ich doch einfach mal „Zukunft kreieren“ in die Suchmaschine eingegeben. WOW, über 7 Millionen Ergebnisse in weniger als einer Sekunde!

Ja, da müsste doch für jeden das Passende dabei sein und es sollte bei so vielen Möglichkeiten nur noch glückliche Menschen geben!

Männer und Frauen mit tollem Partner oder glücklicher Familie, erfolgreich, wohlhabend, mit Villen, Ferienhäusern, schnellen Autos – dabei ständig auf Reisen an die schönsten und exklusivsten Orten der Welt.

Selbstverständlich im Privatjet mit dem Champagner-Glas in der einen und dem Kaviar-Häppchen in der anderen Hand.

Fragen wir doch mal nach, wie dieser Lebensstil zu erreichen ist:

Man kann beispielsweise Wünsche an das Universum schicken. Weitere Ansätze leiten dazu an, über Meditation mit der eigenen Zukunft zu sprechen, sie sich anzuschauen und in den Dialog zu gehen.

Es gibt auch die Möglichkeit, seine Wünsche ganz einfach auf Klebezettelchen niederzuschreiben und diese plus Bilder der Wunschzukunft an Türen, Kühlschränke und Badezimmerspiegel zu kleben – sodass sie allgegenwärtig sind und sich im Unterbewusstsein manifestieren.

Oder man legt ein Wunschbuch an, das man sich mehrmals täglich anschaut und wie es so schön heißt visualisiert.

Ich bin sicher, Du und jeder von uns hat schon von der einen oder anderen Idee gehört. Vielleicht hast Du selbst auch schon einiges ausprobiert oder kennst jemanden, der diese Ansätze verfolgt.

Nun die alles entscheidende Frage – können diese Strategien und Methoden zur Kreation der Wunschzukunft zuverlässig und vor allem reproduzierbar für jeden funktionieren?

Die Bestellungen an das Universum kennen wir ja schon aus Kinderzeiten.

Der berühmte Wunschzettel an das Christkind an Weihnachten ist sicherlich die bekannteste Form der Bestellung an das Universum. Irgendwann hat aber jeder gemerkt, dass das Christkind die Eltern sind. Diese Methode funktioniert also nur bis zu einem gewissen Alter.

Andere warten bis an ihr Lebensende auf den plötzlichen beruflichen Erfolg oder sogar Starruhm. Das wird von Deutschland sucht den Superstar und Germany‘s Next Topmodel natürlich ordentlich befeuert.

Viele Frauen warten leider immer noch auf ihren Traumprinzen. Küssen aber trotz aller Anstrengungen immer nur Frösche.

Und dann gibt es noch diejenigen, die so leben, als wäre das Erwünschte schon eingetreten. Sie prahlen ständig mit ihrem vermeintlichen Haus, ihrem Job, ihrem Geld und ihrem Segelboot. Früher nannte man solche Menschen Hochstapler, aber die Zeiten ändern sich…

Du hast es nun sicher schon herausgehört: Diese Zukunftstechniken habe ich schon immer kritisch gesehen.

Denn jetzt meine Frage an alle Populär-Esoteriker, Schöpfergeister, Hexen und andere Zukunfts-Manifestierer:

Wer von den knapp 7 Milliarden betroffenen Menschen auf diesem Planeten hat die Corona-Pandemie-Krise visualisiert, kreiert oder gar geschöpft?

Es wird ja immer betont, dass wir Menschen die Welt kreieren. Damit eine Situation eintritt, muss man sie sich genau vorstellen.

Die logische Schlussfolgerung: Bei diesem Ausmaß müssen sich ja sehr viele sehr intensiv das Corona-Virus und seine Konsequenzen vorgestellt haben. Ausgangs- und Kontaktsperren, Kindergarten- und Schulschließungen, Besuchsverbote bei den Eltern und Großeltern…

Alles müsste bis ins Detail visualisiert worden sein. Natürlich auch jedes Problem und jedes Verbot. Auch die vielen Arbeitslosen und Insolvenzen müssen viele vor ihrem geistigen Auge erträumt haben. Und sind dann – ganz wichtig – in dieses tolle Gefühl reingegangen. Sie haben sich bestimmt Tag und Nacht vorgestellt, wie sich das wohl anfühlt…

Jetzt mal ehrlich, kann das wirklich irgendjemand guten Gewissens behaupten?

Mein gesunder Menschenverstand sagt mir etwas ganz anderes.

Nämlich genau das Gegenteil.

Kein normaler Mensch auf der ganzen Welt hat von dieser Situation in seinem schlimmsten Albtraum geträumt. Auf gar keinen Fall!

Ich behaupte sogar, die absolute Mehrheit von uns hat sich bis vor wenigen Monaten eine solche weltweite Situation gar nicht vorstellen können.

Was hättest Du gesagt, wenn ich Dir letztes Jahr Silvester prophezeit hätte, dass drei Monate später alle Schulen und Geschäfte geschlossen sind?

Alle Messen, Konzerte und Veranstaltungen bis auf Weiteres abgesagt sind?

Der Knaller für Deutschland: Es wird im Herbst kein Oktoberfest in München geben.

Und hätte ich gesagt, dass Du im Sommer nur begrenzt in den Urlaub fahren darfst?

Sei bitte ehrlich. Du hättest geantwortet: „Karla, Du spinnst! Wohl zu viel Champagner getrunken.“

Aber nicht nur Du, keiner hätte es sich vorstellen können. Nicht die gestresste Mutter, die Home-Office und Home-Schooling vereinen muss. Auch nicht der Gastronom, der seinen Mitarbeitern kündigt, damit sie wenigstens Arbeitslosengeld beziehen können. Und auch nicht derjenige, der noch ein paar Wochen vor dem Lockdown hochmotiviert sein Geschäft eröffnet hat. Der nun vor den Scherben seines Traumes und nicht selten seiner ganzen Existenz steht.

Ebenso nicht die vielen Angestellten und Selbständigen der Kunst- und Eventszene. Die wir alle sooo sehr vermissen.

Von den katastrophalen Zuständen in vielen Ländern Afrikas und Asiens ganz zu schweigen.

Und selbst Branchen die vom Lockdown profitieren wie Online-Händlern, Herstellern von Masken, sowie Netflix & Co möchte ich das nicht unterstellen.

Dafür ist der gesellschaftliche und menschliche Preis einfach zu hoch.

Ich hatte schon immer eine gesunde Skepsis gegenüber Bestellungen beim Universum zur Erfüllung der Lebenswünsche.

Was also können wir wirklich aus der Corona-Krise für unsere Zukunft lernen?

Meine Meinung, die ich mir aus langjähriger Erfahrung in der Arbeit mit Menschen und entsprechender Literatur gebildet habe, verrate ich Dir im nächsten Blogbeitrag.

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